Gelnhausen 2013

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Schüleraustausch

zwischen dem I. Antoni Osuchowski - Lyzeum in Cieszyn

 und dem Grimmelshausen Gymnasium

Gelnhausen in Deutschland 

 

Am 09.09.2013 begannen dreizehn junge Schüler aus Polen mit ihren drei Betreuerinnen eine Reise nach Deutschland, wo sie zehn Tage an einem Schüleraustausch teilgenommen haben, der schon seit 20 Jahren durchgeführt wird. Auf Gelnhäusener Seite waren die Lehrer: Norbert Bechtold, Lars Bürker, Sabine Hartmann, Roland Krischke und Wolfgang Schmidt an der Organisation dieses Austauschs beteiligt. Von der polnischen Seite waren : Ilona Zawora – Kowalska, Mariola Wadowska, Barbara Bartoszek, Marzena Kajstura, Anna Broda und Ludwik Rosner dafür verantwortlich.

Dank der Gastfreundschaft von allen Lehrern und Jugendlichen aus Deutschland hatten wir die Gelegenheit, die interessantesten Plätze und Sehenswürdigkeiten zu besuchen und zu sehen, wie der Alltag eines Schülers im GGG aussieht. 

Am Dienstag, nach einer 17 – stündigen Busfahrt sind wir müde aber glücklich in Frankfurt/Main angekommen. Von dort sind wir eine halbe Stunde mit dem Zug nach Gelnhausen gefahren, wo wir von deutschen Lehrern und Schülern begrüßt worden.

Im Oktober letzten Jahres hatten wir die Vergnügung, die deutschen Schüler bei uns unterzubringen, darum hat es sich nicht ohne Umarmungen und Lachen umgegangen.

Am Mittwoch, den 11.09 hatten wir die Gelegenheit zu sehen, wie der typische Tag eines Schülers im GGG aussieht. Wir haben am Unterricht teilgenommen. Das war ein großes Erlebnis für uns. So konnten wir die Unterschiede zwischen den Methoden von Führung einer typischen deutschen Schulstunde und des polnischen Unterrichts vergleichen.

Auf den ersten Blick haben wir bemerkt, dass es in deutschen Schulen keine festen Klassen zugewiesen sind. Die Schüler wählen selber ihre Kurse, an denen sie lernen wollen.

Am gleichen Tag gab es noch eine offizielle Begrüßung, auf der ganze Plan des Austausches vorgestellt und besprochen wurde. 

Am Donnerstag haben wir die umlegenden Städte: Bad Orb, Birstein und Steinau besichtigt. In Bierstein wurden wir vom ehemaligen Schulleiter des GGG begrüßt – Herrn Heiner Kauck, mit dessen Namen der Platz bei der Schule genannt wurde.

In Steinau, anlässlich des zweihundertsten Geburtstag der Brüder Grimm, wurden wir von einer Stadtführerin in einem Feekostüm geführt.

Wir hatten die Gelegenheit, das Schloss von Dornröschen zu sehen, ein paar Geschichten von Brüdern Grimm zu hören und ihr Haus von außen zu bewundern.

Der Freitag war für eine Stadtführung durch Gelnhausen reservier. Zuerst haben wir uns mit dem Bürgermeister Thorsten Stolz getroffen, danach sind wir auf die Stadtführung gegangen, damit wir die sehr interessante Geschichte der Stadt kennenlernen konnten.

Das Wochenende wurde von jedem von uns anders verbracht. Alles war in den Händen von unseren Gastgebern, welche mit uns die Zeit angenehm verbringen wollten.

Die meisten sind nach Frankfurt gefahren.

Am Montag sind wir auf einen Tagesausflug an den Rhein gefahren, genauer nach Rüdesheim. Auf dem Weg nach Assmannshausen haben wir von dem Schiff die atemberaubende Ausblicke bewundert. Danach sind wir mit dem Sessellift zum Niederwald – Denkmal hochgefahren und da hatten wir einen Spaziergang. Mit Sicherheit war dieser Ausflug ein unvergessliches Erlebnis für uns. 

Am Dienstag hatten wir einen Termin für eine Besichtigung bei Veritas, einer der größten Firmen, wo man auf die Produktion und Verarbeitung von Gummi, Kunststoffen und Metall Wert legt. Da konnten wir sehr bildlich zuschauen, wie die einzelnen Autoteile produziert werden.

Am Mittwoch sind wir für den ganzen Tag nach Heidelberg gefahren. Eine typische Studentenstadt mit sehr hübscher Altstadt und interessanter Geschichte, vergleichbar mit Krakau. Mit der Stadtführerin haben wir die Altstadt, das Schloss besichtigt und viel über das Studentenleben in dieser Stadt erfahren.

Es ist Donnerstag – Tag des Abschieds. Wir haben uns alle am Gelnhäusener Bahnhof getroffen. Leider gab es auch Tränen. Die polnischen Schüler haben sich bei ihren Gastgebern bedankt und versichert, dass sie sich noch treffen werden. Um ca. 17 Uhr sind wir nach Frankfurt gefahren, damit wir dort in den Bus umsteigen und von dort an nach Hause fahren konnten.

Für jeden von uns, den Schülern, war dieser Austausch ein einzigartiges Erlebnis mit vielen neuen Erfahrungen. Wir hatten die Gelegenheit ein Teil von Deutschland zu besichtigen, sowohl von der Seite der Sehenswürdigkeiten als auch von der Seite der Bräuche und des Lebensstils.

Es sind dauerhafte Freundschaften entstanden, die hoffentlich die Probe der Zeit überstehen werden...

 

Textautorin: Karolina Potocka

Übersetzung: Olaf Warzecha

Korrektur: mgr Ilona Zawora - Kowalska

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